Die ältesten, vielfältigsten, tolerantesten Gesellschaften…

Es ist die Heimat der ältesten Kulturen sowie der vielfältigsten und tolerantesten Gesellschaften in der Region.”

Dieser Satz stammt aus einem Artikel der „jungen Welt“ und steht in folgendem Textzusammenhang: „Jordanien und die Golfstaaten warnten vor zehn Jahren vor einem »schiitischen Halbmond« (Einflußbereich Irans) vom Mittelmeer bis zum Persisch-Arabischen Golf, dem man begegnen müsse. Historisch ist das Gebiet als »Fruchtbarer Halbmond« bekannt. Es ist die Heimat der ältesten Kulturen sowie der vielfältigsten und tolerantesten Gesellschaften in der Region.“ Was nur ist aus den vielfältigsten und tolerantesten Gesellschaften geworden unter den mannigfachen Einflüssen und Interessen der „westlichen Welt“? Pünktlich zum Verhandlungsbeginn über eine friedliche Lösung wird ein Bericht präsentiert über die Gräuel des „Assad-Regimes“: Einen Tag vor dem Beginn der Konferenz veröffentlichten der britische Guardian, die BBC und der US-Sender CNN ein Dokument, in dem der syrischen Führung »systematische Folter« in den Gefängnissen vorgeworfen wird. Dieser Bericht stütze sich auf einen namentlich nicht genannten syrischen Militärpolizisten, der sich aus Syrien abgesetzt habe. Der Mann soll 55000 Digitalfotos von 11000 getöteten Gefangenen vorgelegt haben. Zusammengestellt wurde der Report von drei internationalen Juristen, unter ihnen Desmond de Silva, der das Sondertribunal zu Sierra Leone geleitet hatte. Er sagte dem Guardian, was er gesehen habe, beweise, daß die syrischen Streitkräfte »im industriellen Maßstab morden«. Auftraggeber des Berichts war das Emirat Katar, das auch bewaffnete Gruppen in Syrien militärisch und finanziell unterstützt (“junge Welt” vom 22.1.2014). Das erinnert doch sehr an die „unzweifelhaften Beweise“, die die USA vor Monaten über die Schuld des „Regimes“ an den Giftgasmorden vorlegte. Jetzt erwiesen sich die „Beweise“ als Fälschung, nur die Toten bleiben bittere Wahrheit. Jetzt also war ein einzelner Militärpolizist bei 11.000 Tötungen anwesend und hat dabei im Mittel je 5 Fotos gemacht. 11.000 Morde an einem einzigen Ort? Oder war der unbekannte Fotograf eine Art Mord-Reporter im Auftrag des „Regimes“? Gleiwitz lässt grüßen und nach Monaten gibt es vermutlich wiederum eine Richtigstellung. Aber auch in diesem Fall werden die Toten bittere Wahrheit bleiben.

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