Im Schatten der Mauerfall-Feiern und des Karnevals

Im Schatten der euphorischen Mauerfall-Feiern und Unrechtsstaat-Bekundungen selbst durch die „führenden Genossen“ der LINKEN gibt es kaum noch Meldungen zur Situation in Syrien, bestenfalls ein wenig Frontberichterstattung und eine Kurzmeldung von RIA Novosti (wenn man von Info’s über aktuelle Zahlen über Tote und Flüchtlinge absieht, die aber keine Hintergrundinformationen zur aktuellen Situation enthalten. Selbst „Kobane“ ist derzeit nicht aktuell):

“Kreml-Sprecher: Putin sprach mit Obama über Syrien, Ukraine und Iran

PEKING, 11. November (RIA Novosti).

Russlands Präsident Wladimir Putin hat laut dem Kreml-Sprecher Dmitri Peskow mehrere kurze Gespräche am Rande des Apec-Gipfels in Peking geführt.

Die Sitzungspausen beim Gipfel „wurden genutzt, um mit Präsident Obama zu sprechen“, teilte Peskow am Dienstag Journalisten mit. „Es waren kurze Gespräche, bei denen allerdings sowohl bilaterale Beziehungen, als auch Syrien, die Ukraine und der Iran angeschnitten wurden.“

Danach gefragt, ob Putin und Obama den Kampf gegen den „Islamischen Staat“ behandelt haben, antwortete Peskow: „Das kann ich nicht sagen. Ich weiß es nicht.“

Allerdings gibt es einen sehr guten, grundsätzlichen, aktuellen Artikel zum Versagen des Völkerrechts auch am Beispiel von Syrien auf http://antikrieg.com/.

Vorgestern, am GROSSEN MAUERFALL-FEIERTAG, fand vor dem Bundeskanzleramt eine bemerkenswerte Demo statt: 141109-demo-berlin

Die Veranstalter stellten daher das Ganze unter das Brecht-Gedicht „Erst soll Frieden sein“:

Sage keiner:

Erst müssen wir darüber sprechen,

was für ein Friede es sein soll.

Sage jeder: Erst soll es Friede sein.

Dulden wir keine Ausflucht,

scheuen wir nicht den Vorwurf, primitiv zu sein.

Seien wir einfach für den Frieden!

Diffamieren wir alle Regierungen,

die den Krieg nicht diffamieren!

Diese Verszeilen mailte ich einem besonders linken Genossen, der zuvor mal befand, man müsse erst einmal klären, um „was für einen Frieden“ es ginge. Seine Antwort war und ist für mich beunruhigend: „in einer abstrakten Welt, einer Welt im Labor, einer Welt ohne Klassen und Klasseninteressen etc., oder wegen meiner im Freundes- oder familiären Kreis, wo sich zwei oder mehr bekriegen, mag der Ruf nach Frieden seine Wirkung zeigen… Nicht aber in der Welt, in der wir leben… mein Eindruck ist, dass du zu sehr ausblendest, in was für einer realen Welt wir leben.

…Als Sozialist halte ich es daher mit Lenin, Frieden durch Sozialismus.

Also wenn dies besonders links ist, dann bin ich es nicht. In dieser realen Welt geht es jeden Tag kriegerischer zu, wächst die Gefahr eines dritten, wahrscheinlich atomaren Weltkrieges, und da soll ich nicht zusammen mit den anderen hellwachen Friedensaktivisten nach Frieden rufen? Soll erst auf den Sozialismus waren? Nein, ich engagiere mich doch lieber mit meinen bescheidenen Kräften für den Frieden, auch mit und auf dieser Webseite. Jetzt!!.

Ja wann denn sonst???

Kleiner Nachtrag: “Der Westen besteht nur aus Lügen, Aggression und Krieg… Aber wir bekommen was wir verdienen, denn die Masse ist völlig verblödet, lethargisch und emotionslos” – Freeman am 23.09.2014 zu Syrien.

Noch ein Nachtrag: Gefunden als Kommentar auf der Webseite “Schall und Rauch”:

freethinker hat gesagt…

Ich will keinen Kriegstreiber, also keinen der westlichen Kriegspolitiker.
Ich will einen, der für den Frieden sorgt.
Ich will einen wie…

Gut das es ihn gibt. Er hat schon vielen Tausenden Menschen das Leben gerettet. Wenn ich nur an Syrien denke. Also lasst uns feiern.
http://www.redglobe.de/component/allvideoshare/video/musikvideo-quot-ich-will-einen-wie-putin-quot

1. Oktober 2014 13:47

 

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