Category: NATO

Wenn die Medien schweigen…

… so wie aktuell zum Thema “Syrien”, muss das für jeden politisch wachen Bürger höchste Besorgnis auslösen. Die Nachrichten, die “unsere” Medien verschweigen, sind äußerst beunruhigend. German foreign policity fasst sie treffend zusammen unter der ÜberschriftSpiel mit dem Weltkrieg (II)“.

Sollte man unbedingt lesen!

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Muss man lesen!!!

“Frankreichs Terror gegen Syrien
Deutsche Medien schweigen dröhnend “

überschreibt Uli Gellermann seinen Artikel zum jüngsten der menschenverachtenden und völkerrechtsverletzenden Bombardement gegen syrische Zivilisten.

Aus den vielen, nachdenkenswerten Kommentaren zitiere ich nur aus dem letzten:

Es ist fast körperlich zu spüren, dass in der aktuellen politischen Situation unserer Erde ein Dritter Weltkrieg nicht mehr ausgeschlossen werden kann.

Der Erste Weltkrieg forderte nur 7 Millionen Menschenopfer. Der Zweite Weltkrieg bereits 55 Millionen und der Dritte Weltkrieg wird vermutlich durch die heute atomar mögliche Kriegsführung mindestens 550 Millionen Menschenleben kosten, wenn nicht sogar 5.5 Milliarden!

Dann bliebe noch ein Restbestand von knapp zwei Milliarden Menschen auf diesem blauen Planeten. Allerdings nur, wenn trotz der atomaren Verseuchung dieses Planeten er weiterhin blau und bewohnbar bliebe, was sehr zweifelhaft ist.

Das Wort “blau” liefert mir das Stichwort. Die jetzige Situation im Wartestand auf eine erneute unbeschreibliche Menschheits-Katastrophe ist mit klarem Verstand nicht mehr ertragbar, sondern nur noch im Vollrausch und erinnert mich an die Aussage eines der klügsten Männer des zwanzigsten Jahrhunderts, Albert Einsteins: “Ich weiß nicht welche Waffen im nächsten Weltkrieg zum Einsatz kommen. Wohl aber welche im Übernächsten: Pfeil und Bogen”

Her mit dem Wahrheitsministerium!

Medwedew auf der Münchener Sicherheitskonferenz:

„Fast täglich werden wir als die fürchterlichste Bedrohung für die NATO oder Europa insgesamt, Amerika oder spezifische andere Länder bezeichnet“, sagte Medwedew. „Und das, obwohl die tatsächlichen Gefahren, die es in unserer kleinen Welt gibt – und ich hoffe, Sie alle verstehen das – komplett andere sind.“

„Es ist uns wichtig, einen einheitlichen syrischen Staat zu retten. Wir wollen das Land davor bewahren, in konfessionell begründete Fragmente zu zerfallen. Die Welt kann sich kein weiteres Libyen, Jemen oder Afghanistan mehr leisten. Die Folgen eines solchen Szenarios wären fürchterlich für den gesamten Nahen Osten. Es ist offensichtlich, dass nur eine ernsthafte Kooperation zwischen Russland und den USA die Situation in Syrien beruhigen kann. Ich möchte deutlich machen, dass eine reguläre Zusammenarbeit zwischen Russland und den USA entscheidend sein wird. Und mit regulär meine ich täglich.“

„Bis jetzt hat niemand irgendeinen Beweis dafür erbracht, dass unsere Luftschläge Zivilisten ins Visier nähmen.“

Saudi-Arabien hingegen lädt zur “größten Militärübung in der Region” ein:

Die Anzeichen für ein Eingreifen Saudi-Arabiens und seiner Verbündeten in den syrischen Bürgerkrieg mehren sich. So werden in Kürze Soldaten aus 20 Ländern in der Golfmonarchie eintreffen, um Militärübungen abzuhalten, die 18 Tage andauern sollen. Dies teilte die offizielle Nachrichtenagentur SPA mit. Gleichzeitig hat Riad via US-Medien dem syrischen Präsidenten Bashar al-Assad offen mit einem “gewaltsamen Sturz” gedroht… Zu dem Manöver eingeladen sind arabische und afrikanische Länder. Die USA oder andere westliche Länder werden nicht dran teilnehmen.
Parallel dazu hat Saudi-Arabien Militärjets und Personal auf die türkische Luftwaffenbasis İncirlik verlegt.
„Bashar al-Assad wird zurücktreten – es gibt keinen Grund, daran zu zweifeln. Er wird entweder auf dem Wege eines politischen Prozesses gehen oder gewaltsam abgesetzt werden.“
Kritikern gilt Saudi-Arabien selbst als Teil des Problems und einer der Hauptfaktoren für das Einströmen von Rebellen nach Syrien, die anfangs Gruppen wie die FSA, die „Islamische Front“ oder die Jabhat al-Nusra verstärkt hatten, am Ende aber zum IS überliefen.
Und es erklärte sich schon Anfang Februar bereit zur direkten Militärinvasion in Syrien.
 .

England hingegen will in Jordanien Krieg gegen Russland üben:

Es werde zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt eine Invasion in den Irak simuliert, vielmehr solle die Übung ‘Shamal Sturm’ eine Routine zur Abwehr einer potenziellen russischen Invasion in der Ukraine oder in einem anderen osteuropäischen Land angesehen werden.
“Dies ist keine Anti-IS-Übung. Wenn überhaupt, ist das vielmehr eine Vorbereitung für uns, uns den USA in der Ukraine anzuschließen, als in Syrien”.

Ein Wahrheitsministerium kann und musss es richten!

Nach den Wünschen Wolfang Ischingers, Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, die am kommenden Wochenende in der bayerischen Landeshauptstadt stattfindet, sollte eine “neutrale Instanz” geschaffen werden, die “Propaganda im Netz” entgegenwirkt. Dies sei die passende Antwort des Westens auf “Desinformation im Netz”.

Ein sogenannter “Fakten-Ombudsmann” soll bei besonders heiß geführten Debatten, wie etwa den Konflikten um Syrien und die Ukraine, in weiser Erhabenheit verkünden, was wahr ist. Eine geniale Idee, die schon George Orwell hatte…

Na dann kann uns ja nichts mehr passieren.

Und der UN-Generalsekträrs Ban Ki-moon muss nie mehr einen Bericht kritisieren und Richtigstellung einfordern wie unlängst im Fall der “Financial Times”, die auf der Grundlage eines Interviews mit Ban Ki-moon schrieb, die russischen Luftangriffe in Syrien hätten die Friedensgespräche von Genf scheitern lassen -während Ban mit keinem Wort Russland namentlich benannt hatte.

Allerdings bleibt es immer und überall dabei: DIE RUSSEN SIND SCHULD!

Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.

Dem ist nichts hinzuzufügen. Leider. Und wir müssen wieder mehr werden! Viel mehr!!!

Mehr zum Thema und sehr lesenswert: “Der Abschuss der SU-24 ist erst der Anfang…“.

Sich an der Verfassungsbeschwerde beteiligen!

Ein zutiefst schmutziges Spiel

Hinter dem Nebelvorhang der Informationen zum Geschehens in der Ukraine und über die Russland-Sanktionen vollzog sich die unglaubliche Ausbreitung der IS in großen Bereichen Iraks und Syriens. Niemand hätte das für möglich gehalten? Wer’s glaubt.

Es ging und geht immer noch gegen Syrien. Nachdem Russland mit seinem Veto im Sicherheitsrat der UN den direkten Angriff auf Syrien verhindern konnte, war erst einmal Schweigen im Walde – mit gleichzeitiger intensiver Aufrüstung der „Aufständischen“. Wer die Fernsehbilder über die IS-Ausrüstung aufmerksam wahrnahm (sie wurden stets nur sehr kurz eingeblendet), dem fielen die fabrikneuen Fahrzeuge und anderen Ausrüstungsgegenstände auf. Da haben einige aber mächtig investiert!

Als die USA und ihre „Willigen“ sich vor kurzem zum Bombardement entschlossen, zerstörten sie zuallererst Ölraffinerien. Angeblich, weil sich IS über den Verkauf des Öls finanziere. Wäre es da nicht naheliegender gewesen, die Transportwege zu zerstören, als die Industrieanlagen? Und die Abnehmer mit Sanktionen zu belegen? Wo doch Sanktionen so ein gutes Mittel zur Disziplinierung sein sollen? Uns glauben machen, man wisse nicht, welche Nachbarn welche Mengen welcher Erdölprodukte abnehmen, kann doch nicht ernsthaft versucht werden. Aber mit der Industriezerstörung schwächt man den Staat Syrien natürlich viel mehr!

Die Türkei ist mittenmang im schmutzigen Spiel und als Buhmann wunderbar geeignet, lenkt sie doch vom eigentlichen Spielmacher, den USA, ab.

Die heutigen Zeitungsinformationen spiegeln das schmutzige Spiel (Titel eines Beitrages in der „jungen Welt“) sehr deutlich wider:

„In der ARD-Sendung »Anne Will« am Mittwoch abend kritisierte Harald Kujat, NATO-General a.D. sowie ehemaliger Generalinspekteur der Bundeswehr, das türkische Vorgehen scharf. Präsident Recep Tayyip Erdogan wolle durch einen Grenzübertritt des IS den NATO-Bündnisfall herausfordern. Ziel sei offensichtlich, Syriens Präsidenten Baschar Al-Assad zu stürzen. Die Panzer der türkischen Armee stünden nur zu »Demonstrationszwecken« an der Grenze, wenige hundert Meter von Kobani entfernt. Der NATO-Partner schaue zu, wie sein »Kurdenproblem auf IS-Art gelöst« werde.“

Ungeachtet zahlreicher US-geführter Luftangriffe auf Stellungen der Dschihadistengruppe »Islamischer Staat« (IS) sind dessen Kämpfer weiter in die Stadt Kobani (Ain Al-Arab) vorgerückt. Sie sollen am Donnerstag die Kontrolle über mehr als ein Drittel der syrischen Stadt ausgedehnt haben…

Das US-Verteidigungsministerium erklärte am Mittwoch (Ortszeit), dass Luftangriffe wohl nicht ausreichen werden, um die drohende Eroberung Kobanis zu verhindern. US-Präsident Barack Obama sagte, der Kampf gegen den IS in Syrien und im Irak bleibe »eine schwierige Mission«.

Denn vor Ort ist zahlreichen Augenzeugenberichten zufolge kaum zu übersehen, dass die IS-Milizen auf stillschweigende oder gar aktive Unterstützung durch die türkische Armee zählen können. Verletzte IS-Kämpfer werden in türkischen Krankenhäusern behandelt, Transporte mit Waffen über die Grenze aus der Türkei nach Syrien gelassen. Gleichzeitig werden kurdische Freiwillige, die sich an der Verteidigung Kobanis beteiligen wollen, am Grenzübertritt gehindert, Zurückkehrende als »PKK-Terroristen« verhaftet.

Das schmutzige Spiel Ankaras zielt darauf, mit der Empörung über die Greueltaten des IS in Kobani Druck auf die NATO zu entwickeln, damit diese das Geschäft des türkischen Regimes besorgt. Ziele Ankaras sind nach wie vor der Sturz der syrischen Regierung und eine Vergrößerung des eigenen Einflusses in den Nachbarländern. Dafür braucht Ankara die Eskalation in Syrien, und die hat sie bereits mehrfach zu provozieren versucht.

Noch Fragen, lieber Leser?